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Die Sitzung der Klempauer Gemeindevertretung am vergangenen Donnerstag lockte trotz des herrlichen Sommerwetters viele Klempauerinnen und Klempauer an. Viele von ihnen trugen in der Einwohnerfragestunde Fragen und Anregungen an die Gemeindevertretung heran. Auch die Tagesordnung war sehr umfangreich, da die März-Sitzung bekanntlich wegen Corona ausfallen musste.

Bürgermeister Ralf Neumann zeigte sich erfreut über das rege Interesse. U.a. wurde Folgendes in der knapp zweistündigen Sitzung angesprochen:

  • Der noch nicht erneuerte Teil des Bierwegs (Weg Richtung Lindenbusch) wird in Absprache mit den betroffenen Landwirten im Juli neu asphaltiert. Während der Dauer von zwei Wochen wird der Weg dann komplett gesperrt sein – auch für Radfahrer. Der Verkehr zur Biogasanlage wird während dieser Zeit nur über den Klosterredder laufen können. Der Bürgermeister bittet die dortigen Anlieger um Verständnis.
  • Schweren Herzens hat sich die Gemeindevertretung dazu entschlossen, bis Ende des Jahres das Dorfgemeinschaftshaus nicht für private Feiern oder für Vereinsaktivitäten zu vermieten. Es müsste ein Hygienekonzept erstellt werden, wozu sich die Gemeindevertretung nicht in der fachlichen Lage sieht, und die behördlichen Auflagen ändern sich häufig. Deshalb möchte die Gemeindevertretung vermeiden, eine Vermietung kurzfristig stornieren zu müssen.
  • Leider musste wegen Corona das für den 20. Juni geplante Kinderfest abgesagt werden. Nach derzeitigem Stand wird leider das im Vorjahr überaus erfolgreiche Oktoberfest dieses Jahr nicht stattfinden können.
  • In unserem Kindergartengebäude sollte eigentlich der Bodenbelag erneuert werden. Da der Architekt aber dazu riet, erst abzuwarten, wie das Gebäude an den geplanten Kita-Anbau angeschlossen werden soll, wird der Bodenbelag später erneuert.
  • Es wird eine zweite Kita-Gruppe gestartet, in der auch alle Klempauer Kinder Platz finden.
  • Für eine Übergangszeit von voraussichtlich zwei Jahren werden auf dem Sportplatz fünf Pavillons aufgestellt und zu einem Modul verbunden, in dem die Kindergartenkinder unterkommen sollen, bis der Neubau der Erweiterung fertiggestellt ist. Für das neue Gebäude muss das bisherige Dorfgemeinschaftshaus weichen. Da wegen Corona die Verantwortlichen für das Förderprogramm „Ortskernsanierung“ nicht tagen konnten, kann das neue DGH erst dann konkret geplant und gebaut werden, wenn die Gemeinde eine Förderzusage bekommen hat. Der Übergang vom neuen Kita-Gebäude zum neuen DGH wird aber so geplant, dass dem späteren Zusammenfügen der beiden Gebäudeteile nichts im Wege steht. Die Baukosten sind sehr von der Quadratmeteranzahl abhängig: Für das DGH müssen 3.000 €/qm veranschlagt werden und für die Kita gar 4.000 €. Die Pelletsheizung, die neben Kita und DGH auch das Feuerwehrgebäude mit Wärme versorgen soll, wird im neuen Kita-Anbau untergebracht.
Lageplan Kindergartenpavillons
Lageplan Kindergartenpavillons

 

  • Ralf Neumann lobte sehr die Bereitschaft mehrerer Klempauerinnen und Klempauer, sich für die Whatsapp-Gruppe „Nachbarschaftshilfe Klempau“ anzumelden und bei Bedarf z.B. Einkäufe für in Corona-Quarantäne befindliche Nachbarn vorzunehmen. Denn viele der sonst engagierten Einwohner gehören entweder selbst einer Risikogruppe an oder konnten aufgrund ihrer Mitgliedschaft in der Feuerwehr nicht in die Gruppe aufgenommen werden. Glücklicherweise musste noch kein Einsatz gestartet werden.
  • Beim B-Plan Nr. 8 (Storchenweg) sind die Vorarbeiten soweit gediehen, dass die neuen Grundstückseigentümer mit dem Hausbau anfangen können.
  • Eine Anwohnerin der Bismarck-Siedlung regte an, einen Verkehrsspiegel an der Dorfstraße gegenüber der Ausfahrt aus dem Bismarckring aufzustellen. Grund: Es ist für PKW-Fahrer, die auf die Dorfstraße hinausfahren wollen, sehr schwer erkennbar, ob Radfahrer aus Richtung Dorf auf dem Bürgersteig fahren, der an der Ausmündung des Bismarckrings endet. Der Bau-, Wege- und Umweltausschuss wird sich der Sache annehmen.
  • Eine Klempauerin fragte, was in der Frage von Neuanlagen von Reitwegen passiert wäre. Auf dem Diskussionsabend im September 2019 war der Wunsch an die Gemeindevertretung herangetragen worden, sich für die Ausweisung von Reitwegen in der Gemeinde einzusetzen. Die betroffenen Landwirte sind jedoch nicht bereit, dafür Land zur Verfügung zu stellen. Damit sind neue Reitwege nicht möglich.
  • Aus dem Hainbuchenring kamen Anwohner zu Wort, die die Problematik von parkenden Autos auf Flächen ansprachen, die nicht als Parkfläche vorgesehen sind – die Ausweichflächen für sich begegnende Fahrzeuge und die Rigolen. Letztere sind für das Befahren aufgrund des Untergrundes nicht geeignet, so dass Anlieger, in deren Verantwortungsbereich die Pflege der Rigolen fällt, entstehende Fahrspuren durch die Verteilung von Erdreich beseitigen müssen. Als Vorschlag kam auf, in den betroffenen Bereichen Poller aufzustellen. Auch diese Frage wurde zur Bearbeitung an den Bau-, Wege- und Umweltausschuss übergeben.
  • Da viele Anlieger ihrer Straßenreinigungspflicht nicht nachkommen, überlegt die Gemeindevertretung, die Arbeiten extern zu vergeben. Diesbezüglich wird ein Informationsschreiben an alle Anlieger rausgehen.
  • Die Feuerwehr erhält die notwendigen finanziellen Mittel für den Kauf eines neuen Kühlschranks und eines neuen Backofens.
  • Die von der Sonntags-Fußballgruppe gewünschte Überdachung der Terrasse an der zum Sportplatz gewandten Seite des Feuerwehrgebäudes ist coronabedingt noch nicht möglich gewesen, da zuvor erst noch die Wand neu gestrichen werden soll.
  • Rouven Flindt konnte nach seiner bereits im Januar erfolgten Wiederwahl zum Gemeinde-Wehrführer nun vom Bürgermeister vereidigt werden.
  • Gemeindevertreterin Anna Flindt erklärte aus persönlichen Gründen ihren Rücktritt von allen gemeindlichen Ämtern. Bürgermeister bedauerte diese Entscheidung sehr und dankte Anna Flindt für die geleistete Arbeit zum Wohle der Gemeinde.

Das Protokoll der Dezember-Sitzung ist hier zu finden.

 

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